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Erlebnisführung: Der Tod von Eding und andere Memento Mori

Beschreibung

Der Tod von Eding und andere Memento Mori
Die öffentlichen Stadtführungen im Juni und August, jeweils am Sonntag um 14:30 Uhr, beschäftigen sich mit den Themen Vergänglichkeit, Glaube und Wunder. Neben dem Besuch des Außenbereichs der Gnadenkapelle stehen die Sterbezelle des heiligen Bruder Konrads und der „Tod z‘ Eding“ in der Stiftspfarrkirche auf dem Programm.
Das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit fand seinen Ausdruck vom Mittelalter bis in die Barockzeit in zahlreichen Vanitas-Motiven: Sanduhren, Totenschädel und Skelettfiguren erinnern den Betrachter an die Vergänglichkeit allen Lebens. Das „memento mori“ (Gedenke des Todes) war Bestandteil von Liturgie und Kunst, wie der „Tod z‘ Eding“ veranschaulicht.

Glaube und Wunder – Herzurnen und Blutweihebrief
Vom Treffpunkt vor dem Rathaus sind es nur ein paar Schritte bis zum überdachten Umgang der Gnadenkapelle in Altötting.  Hier erfahren die Teilnehmenden Interessantes über Marienwunder, die Herzurnen der bayerischen Könige, Herzöge und Kurfürsten seit dem 17. Jahrhundert, die Blutweihebriefe der Kurfürsten Maximilian I. (1573-1651) und Ferdinand Maria von Bayern, die zahlreichen Votivtafeln aus mehreren Jahrhunderten sowie das Stockerkreuz, das Franz Stocker 1887 auf seinem Pilgerweg von Prien am Chiemsee bis nach Altötting trug.

Memento Mori – die Sterbezelle des heiligen Bruders Konrad
Konrad von Parzham, dessen Geburtshaus in der Nähe von Altötting besichtigt werden kann, ist der vermutlich bekannteste Kapuziner, der jemals im Marienwallfahrtsort gewirkt hatte. Im Bruder Konrad Trakt des Klosters werden die Alte Pforte und die Sterbezelle besichtigt. Was zu sehen ist, ist unspektakulär – so wie das Leben, das Bruder Konrad geführt hat. Was tief beeindruckt, ist seine Frömmigkeit und Menschenfreundlichkeit, die heute noch im Bruder-Konrad-Fest am Weißen Sonntag nach Ostern ihren Ausdruck findet. Zahlreiche, dem Heiligen gewidmete Votivtafeln zeugen vom Glauben an sein fortwährendes, heilbringendes Wirken.

Der „Tod z‘ Eding“ – mechanisches Memento Mori aus der Barockzeit
Die Darstellung des Todes als Sensenmann stammt aus dem Mittelalter z. B. im Kabarett bekannt. Auch auf Friedhöfen begegnet sie als Stein gewordene Personifikation der Vergänglichkeit. In der Stiftspfarrkirche in Altötting blickt die 50 cm hohe Skelettfigur aus versilbertem Holz aus leeren Augenhöhlen auf die Besucher herab. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts mäht das Skelett im Takt der sieben Meter hohen Schrankuhr mit seiner Sense ein Menschenleben nach dem anderen. Ein schaurig-schönes Vanitas-Motiv, das zugleich das Ende der öffentlichen Führung darstellt.

Termine: jeden Sonntag im Juni und August
Uhrzeit: 14:30 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Treffpunkt: vor dem Rathaus
Kosten: 8,00 € pro Person